Nachdem ich gestern mangels Internet nur einen Artikel ohne Bilder schreiben konnte, den ich auch erst heute veröffentlichen konnte, habe ich heute zwar instabiles Internet, aber ich habe welches, so dass ich meinen Artikel mit Bildern anreichern werde können. Wie die Überschrift schon andeutet, war es heute ein ereignisreicher Tag. Leider wird es wahrscheinlich trotzdem ein eher kurzer Bericht werden, da ereignisreicher Tage typischerweise mit großer Müdigkeit enden und ich deswegen nicht weiß, wann ich zu müde sein werde, um noch halbwegs sinnvolle, zusammenhängende dort zu schreiben. Jetzt muss ich aber erst einmal noch kurz runter gehen, im unsere Räder abzuschließen. Beate drängelt schon.
So, jetzt stehen die Räder an Ort und Stelle – in unserem heutigen Hotel gibt es nämlich keine abschließbare Unterstellmöglichkeit für Räder, aber der Wirt schließt sie mit den Tischen und Stühlen seines Biergartens, bzw. Gastgartens, wie man hier sagt, zusammen. Überhaupt die österreichische Sprache wartet jeden Tag mit neuen Worten für mich auf: gestern habe ich das Wortpaar Längs- und Querfähre gelernt. Hier gibt es nämlich zwei Typen von Fähren: Fähren, die klassisch von einem Ufer des Flusses zum anderen überfahren, den Fluss also queren, die sogenannten Querfähren. Der andere Typ sind die Längsfähren, die parallel zu einem Ufer fahren und somit unwegsame Strecken auf den Fluss umfahren, die Längsfähren. Gestern sind wir zweimal mit einer Querfähre gefahren (Wir hätten aber auch mit einer Längsfähre ein größeres Stück überwinden können). Heute wollten wir deswegen auch mal mit einer Längsfähre fahren, da sie aber nicht gleich kann, sind wir dann doch mit einer Querfähre gefahren und einfach auf der anderen Flussseite weitergefahren, nämlich der südlichen. Eigentlich sollte die nördliche schöner sein, aber auch unsere war schön.

Der Tag begann heute mit einer Überraschung. Die Donau versteckte sich geheimnisvoll hinter einer Wand aus Nebel, die sich erst langsam auflöste und den Blick auf die Donau wieder freigab.

Unser erstes Tagesziel war Linz, das wir so gegen Mittag erreichten. Auf der Mitte der Strecke nach Linz wichen die Hänge immer weiter vom Fluss weg und gaben ihm mehr Raum und die Landschaft wurde offener und damit auch wieder verkehrsreicher. In Linz machten wir dann einen kleinen Stadtrundgang, aßen keine Linzer Schnitte, dafür aber einen leckeren Mohnkuchen und statteten den Linzer Dom einen Besuch ab, bei dem mich besonders die modernen, bunten Glasfenster beeindruckten.


Da es aber noch früh war und wir nicht unbedingt länger in Linz bleiben wollten, beschlossen wir, die Zeit zu nutzen und noch nach Enns, der ältesten Stadt Österreichs, die auf eine römische Gründung zurückgeht, zu fahren. In Linz wird einen bewusst, dass Österreich im Gegensatz zu den Klischees von Bergen, Donau, Marie und Kultur auch ein Industrieland ist. Im Süden von Linz erstrecken sich nämlich kilometerlang Industrieanlagen, wie wir von der anderen Flussseite aus sehen konnten. Ein bisschen erinnerte mich das an den Rhein nördlich von Köln, an dem wir vor zwei Jahren entlanggefahren sind.
Gegen 17 Uhr kamen wir schließlich in Enns an, das wir uns auch noch anschauten. Enns ist ein kleines, sehr schönes Städtchen mit vielen Häusern von der Gotik bis zum Barock, die auch gut erhalten sind, einem Schloss, ein paar Stadtmauerreste und einer Basilika. Leider waren wir schon etwas spät dran und so erschien uns die Stadt fast etwas ausgestorben, da um 18 Uhr mit dem Schließen der Geschäfte das Leben auf dem Straßen zum Erliegen kommt. Aber wir wollten sowieso keine Party mehr machen, sondern haben noch eine Kleinigkeit gegessen und sind dann zum Hotel zurückgekehrt.


Mittlerweile schläft Beate schon und ich bin jetzt auch richtig müde. Deswegen bleibt mir jetzt nur noch die zweigeteilte Tour von heute zu teilen: Von Exlau nach Linz und von Linz nach Enns
Sehr schöne Fotos besonders das Bild von Nebel und Donau. Was macht das Kreuz von Beate? L G Margot
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Beates Rücken geht es wieder gut.
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Dann könnt ihr ja beruhigt weiterradeln. Viel Spaß dabei. Seid ihr im Zeitplan ?
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Lieber Stefan,liebe Beate,
ganz lieben Dank für die tollen Berichte und die eindrucksvollen Bilder.Es ist erfreulich,
dass es euch gut geht.Weiterhin gute Fahrt mit eindrucksvollen Erlebnissen.
Papa und Mama
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