Zweiter Anfang / A Second Start

Short English Summary: Today we started a second time from home. This time by S-Bahn which we took to Mosbach from where our second stage really started. The first half of the stage went through the Odenwald (one of the German Mittelgebirge (low montain ranges)), which meant a lot of steep rises of about 700m difference of altitude in total. In the second half we saw some small cities like Buchen, Walldürn, and Hardheim, and ended our day in Tauberbischofsheim. Today everything went smooth and the rain only started when we already arrived in the hotel.

Wieder regnet es, wir sitzen aber glücklicherweise trocken in unserem Hotelzimmer. Diesmal sind wir rechtzeitig vor dem großen Regen an unserem Ziel angekommen. Auc alles andere hat heute viel besser als gestern funktioniert: Keine Radpanne, keine überraschenden Sperrungen mit Umweg und nur wenig Regen während der Fahrt.

Heute morgen sind wir also zum zweiten Mal von zu Hause aufgebrochen, haben uns richtig von Edina und Sanja verabschiedet, die jetzt die nächsten zwei Monate ihr Leben alleine managen müssen (was sie aber sicher gut hinbekommen werden), und sind erst einmal zur S-Bahn gefahren, um von Mosbach unsere zweite Etappe zu starten.

Auch wenn es sich gestern Abend und heute Morgen etwas seltsam anfühlte, nach dem Losfahren wenige Stunden später wieder zu Hause zu sein, war es doch gut, da wir dadurch noch einige Sachen erledigen konnten, die wir sonst entweder nicht hätten machen können oder am Sonntag noch hätten machen müssen. Außerdem konnten wir auch noch ein paar Sachen zusätzlich einpacken, die wir andernfalls nicht mitgenommen hätten, und sind so insgesamt besser vorbereitet aufgebrochen.

Ehemalige Bahnlinie Mosbach-Mudau / Former Railway Line Mosbach-Mudau

Aber jetzt zu unserer heutigen Fahrradtour. Von Mosbach sind wir erst auf einer alten Bahntrasse, die heute als „Wanderbahn“ ein Wander- und Radweg ist und von der man nur noch ein paar alte Bahnhofshäuschen sehen kann, nach Mudau gefahren, dann über Buchen, Walldürn und Hardheim nach Tauberbischofsheim.

Buchen

Während das Wetter heute angenehmer als gestern war, unterwegs regnete es nur ein paar Tropfen und erst in Tauberbischofsheim fing es stärker an zu regnen, war die Strecke heute mit einigen Steigungen über mehr als 700 Höhenmeter anspruchsvoller. Mit dem Odenwald mussten wir  unser erstes Mittelgebirge durchqueren, einige weitere werden noch folgen. Auf dem Abschnitt zwischen Mosbach und Mudau könnte man übrigens denken, dass der Odenwald nur eine Aneinanderreihung von Weihnachtsbaumplantagen ist, so viele konnten wir am Wegesrand sehen. Wie auch immer, auf alle Fälle haben wir insgesamt über 700 Höhenmeter überwunden, die ersten 25 km ging es eigentlich nur bergauf, wenn zwar  nicht sehr steil, aber kontinuierlich. Später gab es dann noch zwei weiter kürzere, aber steilere Anstiege zu bewältigen. Aber wir haben es gut geschafft, wobei beim letzten Anstieg die Kräfte doch langsam nachgelassen haben.

Weihnachtsbaumplantage / Christmas Tree Plantation
Hardheim

Gegen 16 Uhr kamen wir dann am heutigen Ziel an: Der nördlichsten Kreisstadt Baden-Württembergs Tauberbischofsheim. Im anfangendem Regen machten wir noch einen kleinen Stadtrundgang am kurmainzischen Schloß vorbei, durch die Altstadt mit ihren Fachwerkhäusern und über den Markplatz mit dem neogotischen Rathaus. Alles in Allem sehr schön und sicherlich wert als Endpunkt unserer zweiten Etappe zu dienen, der auch gleichzeitig der Endpunkt des Odenwald-Madonnen-Wegs ist, den wir seit Heidelberg gefahren sind. Ab morgen fahren wir dann die Deutschlandroute 9 bis Bremerhaven.

Zum Schluss ist hier noch der Link zu unserer aufgezeichneten Tour.

Marktplatz von Tauberbischofsheim / Market Place of Tauberbischofsheim

Zurück zuhause/Back at Home

Short English summary: After day 1 of our tour we are back at home. But that was totally planned, because we are still near Heidelberg and could easily travel back home by S-Bahn. Tomorrow we will continue from Mosbach and only return home at the end of our big tour. Today we faced several unplanned and unpleasant issues. First we had to fix Beate’s new bike, then our road was closed due to fallen rocks, which caused some detour of several kilometers, and finally, heavy rainfalls made us completely wet and cold, because of which we ended our today’s stage in Neckargerach instead of Mosbach.

Nein, ihr braucht keine Angst zu haben, alles ist gut, weder habt ihr zwei Monate verschlafen und seit rechtzeitig zu unserer Rückkehr aufgewacht, noch haben wir unser Abenteuer schon nach einem Tag abgebrochen. Aber einiges ist heute doch schon passiert, was, sollte es schlimmer oder öfter passieren, einem die Lust an einem Radurlaub vermiesen kann. Aber dazu später mehr. Jedenfalls sind wir heute fast wie geplant gefahren und am Nachmittag mit der S-Bahn wieder nach Heidelberg zurück gekehrt. Unsere erste Etappe war sozusagen der Prolog zur Tour, ein Probelauf unter realen Bedingungen, um noch einige Dinge auszuprobieren und zu justieren. Außerdem dachten wir, dass wir die Übernachtungskosten sparen können, wenn wir noch im S-Bahn-Bereich von Heidelberg sind. Deshalb wird es morgen erst richtig ernst, ohne Option wieder zurückzukehren (zumindest vorerst).

Aber der Reihe nach. Gestern war, wie schon erwartet, noch einmal ein stressiger Vorbereitungstag: Alles Ausrüstungsgegenstände zusammensuchen, auf die Taschen aufteilen, Karten und Routenpläne herunterladen, letzte Dinge in Heidelberg klären, etc. Aber irgendwann war auch das geschafft und wir konnten beruhigt, aber auch mit etwas gespannter Vorfreude dem heutigen Tag entgegensehen.

Stefans Ausrüstung vor dem Packen
Danach

Tag 1 unserer großen Tour haben wir erst einmal entspannt angehen lassen, lange geschlafen und gemütlich gefrühstückt, bevor wir dann so gegen 11 Uhr losgefahren sind bei bewölktem aber trockenen Himmel. So fuhren wir also erst einmal durch Heidelberg an den Neckar und entfernten uns so langsam von zuhause, fuhren weiter durch längstens bekanntes Gebiet am Neckar entlang, sahen Kleingemünd mit Sadiks Zeltplatz (viele Grüße Sadik, das nächste mal machen wir mal wieder bei dir Halt), die Feste Dilsberg und Neckarsteinnach mit seinen 4 Burgen.

Sadiks Zeltplatz hinter den Bäumen versteck
Dilsberg
Neckarsteinach

Aber kurz vor Neckarsteinach gab es den ersten Zwischenfall: Nach einer Holperstrecke durch den Wald konnte Beate plötzlich mit ihrer supertollen Wundergangschaltung an ihrem neuen Rad nicht mehr schalten. Glücklicherweise stellte es sich, entgegen meiner ersten Befürchtung als leicht und schnell vor Ort zu lösendes Problem heraus. Wobei die Lösung auch gleich Teil der Problemursache war, wie ich vermute. Da ich mich mit der 14-Gang-Rohloff-Schaltung nicht auskenne, haben wir letzte Woche noch einmal im Radladen nachgefragt, was man bei einer Reifenpanne beachten muss, was uns Michael natürlich gerne gleich am Rad demonstriert hat. Insbesondere kann man die Steuerung der Schaltung ganz einfach mit der Hand aufschrauben und abnehmen, wobei Michael wahrscheinlich beim wieder einsetzen nicht fest genug zugeschraubt hat, weswegen sie sich dann bei der ersten Hoppelstrecke gelockert hat und abgefallen ist. Aber dank der Demonstration wusste ich, was zu tun ist, und konnte das Problem schnell heilen. Leider nicht ganz richtig, denn ein paar Kilometer später stellte Beate fest, dass sie plötzlich ganz schnell im 14. Gang ist, der aber tatsächlich erst der 9. Gang war, da die Steuerung falsch aufgesetzt war.

Aber auch das war schnell zu korrigieren, so dass wir frohgemut einige wenige Kilometer weiter fahren konnte, bis plötzlich eine Absperrung uns den Weg versperrte mit einem bedrohlichen Hinweis auf Lebensgefahr wegen Steinschlag und der Empfehlung zur Weiterfahrt die Neckarseite zu wechseln. Leider war die letzte Brücke vor drei Kilometern gewesen, so dass wir diese also wieder zurückfahren mussten.

Ende der Durchfahrt

Aber damit der unangenehmen Ereignisse nicht genug: Kaum waren wir wieder auf unserem geplanten Weg, konnte man beim Rückschauen dunkle Regenwolken erkennen, die uns bald einholten und mit einem heftigen Regen übergossen. Zuerst dachten (oder hofften) wir, dass es sicher nur ein kurzer Schauer ist, der bald zu Ende sein wird. Nachdem es aber immer stärker regnete, suchten wir erst einmal unter einem Baum notdürftigen Schutz, den wir aber, sobald es etwas nachließ, wieder verließen. Leider war das etwas verfrüht und wir wurden immer nässer, bis wir in Eberbach endlich unter einer Brücke etwas besseren Schutz fanden und dort solange warteten, bis es wirklich kaum noch regnete. Nur waren wir bis dahin schon so nass und ausgekühlt, dass wir nur noch bis Neckargerach statt bis Mosbach, wie ursprünglich geplant, fuhren, um dort mit der S-Bahn wieder nach Hause zurückzufahren, was aber, wie schon gesagt, geplant war. Dort haben wir uns erstmal getrocknet und aufgewärmt und jetzt die letzten Sachen gepackt und Edina und Sanja noch einmal letzte Anweisungen für die nächsten zwei Monate gegeben.

Regen im Anmarsch

Morgen geht es dann richtig los und wir werden erst wieder in knapp zwei Monaten zu Hause sein. Wir hoffen, dass dieser Prolog mit Radschaden (wenn auch klein), gesperrter Strecke und damit verbundenem eher kleinen Umweg und leider großem Regen keine Blaupause für die nächste Zeit war, sondern eher die missglückte Generalprobe vor der großen, erfolgreichen Aufführung.

Wie immer gibt es hier die heutige Etappe als Komoottour.

Der Countdown läuft/ Countdown is Running

Short English summary: We’re about to start our largest tour so far: a grand tour of Germany from Heidelberg to Ostritz (hometown of Beate), covering various scenic routes over nearly two months. This includes the Deutschlandroute 9 to Bremerhaven (Deutschlandtour 1: Von Rohrbach nach Bremerhaven), the North Sea Coast Route to the Danish border (Deutschlandtour 2: Nordseeküstenroute), the North Sea-Baltic Sea Route (Deutschlandtour 3: Nord-Ostsee-Radweg), the Baltic Sea Coast Route, Deutschlandtour 4: Ostseeküsten-Radweg Deutschland), and finally the Oder-Neisse Cycle Route along the Polish border to Ostritz (Deutschlandtour 5: Oder-Neiße-Radweg). We will keep you updated here.

Nach drei Jahren schreiben wir wieder etwas in diesem Blog, in dem wir über unsere Radtouren berichten. Das heißt aber nicht, dass wir in den letzten Jahren nicht Rad gefahren wären, sondern nur dass wir nicht darüber geschrieben haben. Tatsächlich ist aber im Jahr 2022 unsere geplante Tour von Wien nach Budapest ausgefallen, da ich (Stefan) überraschend ein Social Sabbatical in Ruanda machen durfte. Informationen darüber könnt ihr in meinen medium Account finden (Rwanda Blog auf Medium.com). Stattdessen haben wir eine kurze Tour von Neumarkt in der Oberpfalz nach Augsburg entlang der Altmühl, ein kurzes Stück Donau und dann Lech aufwärts gemacht (Neumarkt-Augsburg). Im letzten Jahr fuhren wir dann endlich von Wien nach Budapest, worüber es aber aufgrund technischer Probleme keine Aufzeichnungen außer der geplanten Route gibt.

Jetzt ist es aber wieder soweit: Unsere bislang größte Tour steht unmittelbar bevor, nämlich unsere große Deutschland-Tour, die uns auf dem Weg von Heidelberg nach Ostritz in klapp zwei Monaten durch große Teile Deutschlands führen wird: Wir fahren von Heidelberg bis Tauberbischofsheim und folgen dann der Deutschlandroute 9 bis Bremerhaven (Deutschlandtour 1: Von Rohrbach nach Bremerhaven). Daran schließt sich der Nordseeküstenradweg bis zur dänischen Grenze an (Deutschlandtour 2: Nordseeküstenroute). Nach dem Lückenschluss entlang der dänischen Grenze (Deutschlandtour 3: Nord-Ostsee-Radweg) geht es auf dem Ostseeküstenradweg weiter (Deutschlandtour 4: Ostseeküsten-Radweg Deutschland), bevor unsere Tour mit dem Oder- Neiße-Radweg entlang der polnischen Grenze in Ostritz im deutsch-polnisch-tschechischen Dreiländereck endet (Deutschlandtour 5: Oder-Neiße-Radweg).

Nur wenige Tage haben wir noch, bevor es losgeht. Und es ist noch so viel zu tun: Abschluss und Übergabe meiner Arbeitstätigkeiten, Feiern von Edinas Ausbildungsabschluss (nach mal Herzlichen Glückwunsch auch auf diesem Weg, Edina) und die Geburtstagsfeier meiner Schwester. Außerdem natürlich die Vorbereitungen auf unsere Tour: Planen der Routen, Einkaufen nötiger Dinge (Beate hat sich endlich ein neues Rad gekauft!), Packliste Erstellen, usw. Das sind noch einmal stressige Tage, aber wenn wir erst losgefahren sein werden, wird hoffentlich auch etwas Entspannung eintreten. Wir werden hier an dieser Stelle darüber berichten.

Alleine im Wind

Gestern war ich nach fast 90km zügiger Fahrt gehen den Wind und noch einen dreistündigen Bummel durch Wien zu müde, um noch etwas aufzuschreiben. Deshalb kommt heute erst der letzte Bericht vom zweiten Teil unserer Donautour von Regensburg nach Wien.

Wir die Überschrift schon vermuten lässt, musste ich gestern bedauerlicherweise alleine fahren. Beates Schmerzen in der Hand waren doch zu stark, um so eine lange Strecke zu fahren, wie sich später auch bei den 6-7 km durch Wien vom Bahnhof zum Hotel auch noch einmal bestätigen sollte. Deshalb machte sich Beate in Krems ersteinmal auf den Weg ins Krankenhaus, um nach ihrer Hand schauen zu lassen, während ich, etwas traurig alleine fahren zu müssen aber auch etwas fertig alleine in meinem Tempo fahren zu dürfen, Richtung Wien aufbrach.

Die Entscheidung, auf welcher Seite der Donau ich fahren sollte, wurde mir dadurch abgenommen, dass ich mich plötzlich auf einer Donaubrücke wiederfand, ohne mich bewusst an die Stelle erinnern zu können, an der ich dorthin abgebogen bin. Aber wir dem auch sei, danke erst entschieden, dass ich auf der südlichen Seite der Donau nach Wien fuhr.

Auf dieser Seite (aber natürlich auch auf der anderen) änderte sich für Landschaft mal wieder. Während in der Wachau die Hügel nicht weit von der Donau entfernt waren, weitete die Landschaft sich jetzt wieder deutlich. Es gab jetzt wieder viele Felder und auch einige Kraftwerke, wie eigentlich überall an der Donau. Diesmal insbesondere das AKW Zwentendorf, das einzige Atomkraftwerk Österreichs, das aber nie ans Netz gegangen ist und das heute eine große Photovoltaikanlage beherbergt.

Auch auf dieser Teilstrecke gab es natürlich auch wieder die obligatorischen Burgen und Klöster, so z.B. die Burg Greifenstein, die das Donautal vor Wien bewacht, wo die Hänge des Wienerwaldes den Fluss wieder einengen, und Klosterneuburg in der gleichnamigen Stadt.

Der Wienerwald
Klosterneuburg

Und plötzlich war auch schon die Skyline von Wien zu sehen, das Ziel unserer Reise. Mittlerweile hatte mich Beate auch anrufen und mit mitgeteilt, dass an ihrer Hand nichts gebrochen wäre und dass sie nun mit dem Zug nach Wien führe, wo wir uns dann am Bahnhof treffen wollten, um gemeinsam zu unseren Hotel hier in Wien zu fahren. Kurz vor dem Treffpunkt mit Beate von ich übrigens auch noch an einem von Hundertwasser gestalteten Heizkraftwerk vorbeigekommen, wir ihr auf den Bild unten sehen könnt.

Skyline von Wien
Heizkraftwerk Spittelau

Die letzten Kilometer vom Franz-Josefs-Bahnhof zum Hotel wenn zweifellos die stressigsten unser Reise. Ersteinmal dich wieder daran zu gewöhnen in einer Großstadt Fahrrad zu fahren war schon schwer genug. Erschwert wurde es durch unsere mangelnde Ortskenntnis, weshalb wir uns auf Google Maps verlassen mussten, das trotz Fahrradroute uns auf eine dreispurige (in eine Richtung!) Bundesstraße schickte und nicht auf die parallel dazu verlaufende Radstraße, so dass ich also einmal auf den Verkehr achten musste, die Karte im Blick eine bessere Radroute finden musste und dabei auch nicht Beate verlieren durfte. Das war gar anstrengender als die über 80km zuvor. Aber wir sind dann doch kein und ohne weiteren Unfall im Hotel angekommen.

An Abend haben wir dann noch einen längeren Stadtspaziergang gemacht und in einem Äpfel- und Erdäpfel-Restaurant zu Abend gegessen.

Heute sind wir den ganzen Tag durch Wien gewandert und haben uns zum Abschluss unserer Donautour noch eine Ausstellung über die Donau in der Nationalbibliothek angeschaut, für Sanja einen Lipizzaner fotografiert, und zu guter Letzt in einem georgischen Restaurant zu Abend gegessen.

Lipizzaner in der Stallburg

Damit ist unser diesjährigen Jahresurlaub zu Ende und morgen fahren wir wieder nach Hause nach Heidelberg. Trotz aller Widrigkeiten und Erschwernisse, wie Bahnstreik und Hexenschuss, kaputte Reifen und Luftpumpen und unaufmerksame Mitfahrer und ein Unfall mit einer Verletzten eine ereignis- und erlebnisreiche Zeit, an die wir noch lange denken werden und während der wir auch viel schönes gesehen haben.

Heute noch die letzte Etappe als Komoot-Tour: Von Krems nach Wien.

Schock am Morgen

Normalerweise hätte ich heute von unserer tollen Fahrt durch die Wachau geschrieben, von dem wunderbaren Wetter, von den malerischen Dörfern in einer von saftigem Grün erfüllten Landschaft mit Obstbäumen und Weinreben, bewaldeten Hügel und einen sanft dahin fließenden Fluss mittendrin, von all den Bürgern Burgen, Klöstern, Schlössern und Wehrkirchen, am denen wir vorbeigefahren sind oder die wir von weitem gesehen haben, teils weit oben auf Felsen, teils direkt am Weg. Oder ich hätte von dem prachtvollen Stift Melk erzählt, das auf einem Hügel über der Donau thront und auch von unten einem atemberaubenden Anblick bietet. Oder ich würde schwärmen von der quirligen Altstadt von Krems mit ihren Kirchen und alten Häusern und engen Gassen.

Stift Melk
Wehrkirche in Weißenkirchen
Burgruine hoch auf einem Felsen
Landschaft in der Wachau
Gasse in Dürnstein
Stadttor von Dürnstein

Stattdessen muss ich aber – wir schon in der Überschrift angedeutet – über ein anderes Ereignis berichten, das den ganzen Tag überschattet hat und unsere Freude über die phantastische Etappe doch sehr getrübt hat.

Der Tag begann jedoch noch sehr schön. Im Gegensatz zu gestern war der Himmel heute morgen schon wieder strahlend blau und es besprech ein schöner Tag zu werden. Nach einem familiären Frühstück in der Pension, brachen wir frohen Mutes und hoch motiviert auf und fuhren gemütlich, über alles mögliche plaudernd an der Donau entlang, als ich plötzlich bemerkte, dass wir rechts abbiegen mussten, und ich deswegen instinktiv nach rechts lenkte. Unglücklicherweise fuhr ich links neben Beate und sie sah das Wegzeichen nicht, weswegen sie einfach gerade aus weiterfuhr, so dass ich sie von der Seite rammte und damit zu Fall brachte. Beate stürzte und schrie vor Schmerzen und blieb erst einmal liegen. In diesem Moment dachte ich, sie hat sich bestimmt etwas gebrochen und damit ist der Urlaub zu Ende. Nachdem der erste Schock überwunden war, konnte sie aber wieder aufstehen und, nach einer kurzen Ruhepause wieder weiterfahren. Aber sie hat nun einen riesigen blauen Fleck am linken Oberschenkel und sich die linke Hand bereitet ihr Schmerzen, und insgesamt hat sie der Unfall doch sehr mitgenommen. Sie konnte heute nur recht langsam fahren und fühlte sich insgesamt sehr schlapp und müde. Vor allem das langsame Fahren hat mich dann auch angestrengt.

Aber allen widrigen Umständen zum Trotz sind wir heute radelnd in Krems angekommen, wo wir noch einen schönen Stadtbummel machten und zu Abend aßen. Beim Abendessen machten wir aber schon Alternativpläne für morgen. Von Krems kann man auch mit dem Zug nach Wien fahren und, wenn es Beate morgen nicht besser geht, wird sie vielleicht den Zug nehmen und ich die letzte Etappe alleine fahren. Oder sie wird bis Tulln radfahren und dort in den Zug steigen.

Impressionen von Krems

Und hier noch unsere Tour zum Nachfahren (aber bitte ohne Unfall): Von Ybbs nach Dürnstein und von Dürnstein nach Krems

Ein Abend an der Donau

Heute sitze ich nicht im Hotelzimmer um meinen Tagesbericht zu schreiben, sondern in Ybbs direkt am Ufer der Donau. Wir sind so früh hier angekommen, dass wir uns jetzt mit Schiffe Beobachten die Zeit bis zum Abendessen betreiben können.

Da das Hotel in Enns nur bis 9 Ihr Frühstück anbot, sind wir schon früh losgefahren und wahrend entsprechend trotz einer einstündigen Mittagspause bei Grein schon um 14 Uhr in Ybbs. Und nachdem wir das kleine Städtchen schon von allen Seiten durchwandert haben – es ist übrigens sehr schön -, ist es aber noch zu früh zum Abendessen. Deshalb sitzen wir jetzt an der Uferpromenade und schauen auf die Donau.

Wir haben sogar schon den Rest unseres Urlaubs geplant und Unterkünfte für die nächsten drei Tage gebucht. Wir werden morgen bis Krems fahren und am Donnerstag schon, einen Tag früher als geplant, bis Wien durchfahren. Das gibt zwar eine sehr lange Tour für unsere Verhältnisse, aber 20km vor Wien noch einmal übernachten wollten wir auch nicht. Dafür haben wir jetzt einen ganzen Tag, um uns Wien anzuschauen, und nicht nur einen Abend, wie ursprünglich gedacht.

Über den Weg gibt es heute nicht so viel zu erzählen. Bei Enns setzte sich das fort, was sich auch schon bei Linz angekündigt hatte. Wir fuhren erst ungefähr 10km durch Industriegebiet, bevor es wieder ländlich wurde und geradezu einsam. Es gab kaum Ortschaften, und auf dem Donauradweg waren heute auch recht wenige unterwegs. Dies ging dann ungefähr 30 km so weiter, bis kurz vor Grein, wo wir wieder von der nördlichen auf die südlicheb Donauseite wechselten, weil wir ansonsten die nächsten Kilometer direkt auf einer viel befahrenen engen Straße hätte fahren müssen. So sahen wir Grein nur von weitem, aber es sah auch so schön aus.

Die Donau vor Grein
Grein vom gegenüber liegenden Ufer

Nach Grein rückten die Hügel und der Wald wieder bis ganz an den Fluss heran, so dass wir im Schatten der Bäume fahren konnten. In Gegensatz zu den vorherigen Tagen war das aber gar nicht so erwünscht, da die Sonne heute bis zum Nachmittag brauchte, um richtig hervorzukommen. Im Wald war es sogar fast schon etwas kühl, aber zum Radfahren waren es ideale Bedingungen. Vielleicht waren wir auch deshalb schon so früh in Ybbs.

In Ybbs haben wir uns dann, wie schon oben erwähnt, die Altstadt angeschaut. Auch hier gibt es schöne alte Häuser aus mehreren Jahrhunderten und eine spätgotische Kirche mit barocker Innenausstattung. Das Schönste ist aber, an der Donau zu sitzen, auf den Fluss und die umgebende Landschaft zu schauen und Körper und Geist zu Ruhe kommen zu lassen.

Impressionen von Ybbs

Mittlerweile ist unser Abendessen zu Ende und ich sitze doch wieder in der Pension um meinen Artikel anzuschließen. Es war gar nicht so einfach überhaupt ein Restaurant für das Abendessen zu finden. Aber schließlich haben wir doch den einzigen geöffneten Gasthof gefunden, und sogar noch einen in einem schön restaurierten alten Haus. Das Essen war übrigens auch lecker und wir haben wieder zwei österreichische Wörter kennengelernt: Eierschwammerl (Pfifferling) und Sturm (Federweißer oder neuer Wein).

Gasthof Mang

Und zu guter Letzt wie immer: Die gefahrene Strecke Von Enns nach Ybbs.

Ein ereignisreicher Tag

Nachdem ich gestern mangels Internet nur einen Artikel ohne Bilder schreiben konnte, den ich auch erst heute veröffentlichen konnte, habe ich heute zwar instabiles Internet, aber ich habe welches, so dass ich meinen Artikel mit Bildern anreichern werde können. Wie die Überschrift schon andeutet, war es heute ein ereignisreicher Tag. Leider wird es wahrscheinlich trotzdem ein eher kurzer Bericht werden, da ereignisreicher Tage typischerweise mit großer Müdigkeit enden und ich deswegen nicht weiß, wann ich zu müde sein werde, um noch halbwegs sinnvolle, zusammenhängende dort zu schreiben. Jetzt muss ich aber erst einmal noch kurz runter gehen, im unsere Räder abzuschließen. Beate drängelt schon.

So, jetzt stehen die Räder an Ort und Stelle – in unserem heutigen Hotel gibt es nämlich keine abschließbare Unterstellmöglichkeit für Räder, aber der Wirt schließt sie mit den Tischen und Stühlen seines Biergartens, bzw. Gastgartens, wie man hier sagt, zusammen. Überhaupt die österreichische Sprache wartet jeden Tag mit neuen Worten für mich auf: gestern habe ich das Wortpaar Längs- und Querfähre gelernt. Hier gibt es nämlich zwei Typen von Fähren: Fähren, die klassisch von einem Ufer des Flusses zum anderen überfahren, den Fluss also queren, die sogenannten Querfähren. Der andere Typ sind die Längsfähren, die parallel zu einem Ufer fahren und somit unwegsame Strecken auf den Fluss umfahren, die Längsfähren. Gestern sind wir zweimal mit einer Querfähre gefahren (Wir hätten aber auch mit einer Längsfähre ein größeres Stück überwinden können). Heute wollten wir deswegen auch mal mit einer Längsfähre fahren, da sie aber nicht gleich kann, sind wir dann doch mit einer Querfähre gefahren und einfach auf der anderen Flussseite weitergefahren, nämlich der südlichen. Eigentlich sollte die nördliche schöner sein, aber auch unsere war schön.

Donau vor Linz

Der Tag begann heute mit einer Überraschung. Die Donau versteckte sich geheimnisvoll hinter einer Wand aus Nebel, die sich erst langsam auflöste und den Blick auf die Donau wieder freigab.

Donau im Nebel

Unser erstes Tagesziel war Linz, das wir so gegen Mittag erreichten. Auf der Mitte der Strecke nach Linz wichen die Hänge immer weiter vom Fluss weg und gaben ihm mehr Raum und die Landschaft wurde offener und damit auch wieder verkehrsreicher. In Linz machten wir dann einen kleinen Stadtrundgang, aßen keine Linzer Schnitte, dafür aber einen leckeren Mohnkuchen und statteten den Linzer Dom einen Besuch ab, bei dem mich besonders die modernen, bunten Glasfenster beeindruckten.

Der Hauptplatz von Linz
Fenster im Linzer Dom

Da es aber noch früh war und wir nicht unbedingt länger in Linz bleiben wollten, beschlossen wir, die Zeit zu nutzen und noch nach Enns, der ältesten Stadt Österreichs, die auf eine römische Gründung zurückgeht, zu fahren. In Linz wird einen bewusst, dass Österreich im Gegensatz zu den Klischees von Bergen, Donau, Marie und Kultur auch ein Industrieland ist. Im Süden von Linz erstrecken sich nämlich kilometerlang Industrieanlagen, wie wir von der anderen Flussseite aus sehen konnten. Ein bisschen erinnerte mich das an den Rhein nördlich von Köln, an dem wir vor zwei Jahren entlanggefahren sind.

Gegen 17 Uhr kamen wir schließlich in Enns an, das wir uns auch noch anschauten. Enns ist ein kleines, sehr schönes Städtchen mit vielen Häusern von der Gotik bis zum Barock, die auch gut erhalten sind, einem Schloss, ein paar Stadtmauerreste und einer Basilika. Leider waren wir schon etwas spät dran und so erschien uns die Stadt fast etwas ausgestorben, da um 18 Uhr mit dem Schließen der Geschäfte das Leben auf dem Straßen zum Erliegen kommt. Aber wir wollten sowieso keine Party mehr machen, sondern haben noch eine Kleinigkeit gegessen und sind dann zum Hotel zurückgekehrt.

Hauptplatz von Enns
Impressionen aus Enns

Mittlerweile schläft Beate schon und ich bin jetzt auch richtig müde. Deswegen bleibt mir jetzt nur noch die zweigeteilte Tour von heute zu teilen: Von Exlau nach Linz und von Linz nach Enns

Jahrestag

Genau heute vor einem Jahr haben wir den ersten Teil unseres Donauradweg-Projekts in Regensburg beendet. Wer noch einmal nachlesen will, was wir damals erlebt haben, kann es hier tun: Donau 2020. Letztes Jahr war Sanja noch dabei, dieses Mal ließ sie sich leider nicht überreden wieder mit uns zu fahren. Das letzte Jahr war offensichtlich zu abschreckend, aber vor allem bezüglich des Wetters haben wir diesmal mehr Glück. Auch heute hatten wir wieder den ganzen Tag Sonnenschein und einen strahlend blauen Himmel. Manchmal würde ich mir aber etwas mehr Schatten wünschen, ich schramme trotz singenden immer kurz an einem Sonnenbrand vorbei.

Aber außer dem Wetter war heute auch der Weg sehr schön. Ich würde sogar sagen bislang der schönste Teil unseres diesjährigen Urlaubs. Was sich schon in Passau angekündigt hatte, setzte sich jetzt fort: Die Hänge rückten näher in die Donau heran, so dass für den Fluss nur noch ein enges Tal übrig bleibt, er sich zwischen dem Bayerischen Wald und den Sauwald durchzwängen muss. Am Anfang war noch Platz für eine Bundesstraße, aber im weiteren Verlauf wurde das Tal so eng, dass mir noch eine schmale Radstraße Platz hatte.

Diesmal mussten wir schon vor dem Losfahren die Entscheidung treffen auf welcher Donauseite wir fahren wollen. Wir entschieden uns für die Nordseite, die laut Radführer weniger Verkehr aufweisen sollte. Zwischendurch mussten wir aber auf die südliche Seite ausweichen, da der Weg auf der Nordseite nicht durchgängig ist. Dafür konnten wir endlich mal wieder Fähre fahren, es Beate so vermisst hatte und was wir vor zwei Jahren am Rhein so häufig gemacht hatten, an der Donau bislang aber noch nicht.

Die Fährfahrten machten wir übrigens im interessantesten Abschnitt unserer heutigen Tour, der sogenannten Schlögener Donauschlinge. Dort fließt die Donau quasi wieder zurück und schlängelt sich in mehreren Windungen durch die Granitfelsen der umgebenden Berge. Das wäre die Idylle pur, wenn nur nicht die vielen Radfahrer*innen wären, die diese Naturschönheit durchfahren wollten.

Aber im Ernst, nicht umsonst gehört der Donauradweg zu den Klassikern unter den Radfernwegen und zu den beliebtesten. Man ist garantiert nicht alleine unterwegs, sondern begegnet möglich anderen Radler*innen und die Infrastruktur ist dafür auch auf Radtouristik ausgelegt. So ist mir z.B. noch nie passiert, dass ich bei der Unterkunftsbuchung gleich die Anfahrt mit dem Rad statt der mit dem Auto mitgeliefert bekommen habe. Aber hierher kommt man auch fast nur mit dem Fahrrad hin.

Nach dem wir die letzten Tage immer in mehr oder weniger lauten Städten an verkehrsreichen Straßen unsere Unterkünfte hatten, sind wir heute in einem Gasthaus in einer der Donauschleifen weit entfernt von jeder Stadt und lauten Straßen. Es herrscht eine geradezu paradiesische Ruhe hier, wobei ich nicht weiß, ob es im Paradies ruhig ist, schließlich muss es ja von himmlischen Klängen erfüllt sein. Wie dem auch sei, hier ist es sehr still, der Fluss fließt ruhig und gemächlich an unseren Gasthaus vorbei und nachdem die Tagesgäste abgereist sind, hört man sich kaum noch Menschen.

Morgen werden wir diese Idylle wieder verlassen und uns der Zivilisation wieder nähern. Zuerst werden wir nach Linz fahren und dann dort entscheiden, ob wir gleich noch weiterzufahren oder dort übernachten.

Und am Ende wieder unser GPS-Track: Von Passau nach Exlau

Das Beste kommt zum Schluss

Kurz vor Passau habe ich mir schon überlegt, was ich über unsere heutige Tour schreiben könnte. Soviel ist mir dabei nicht eingefallen: Wir sind ohne Probleme wie geplant um kurz nach 10 Uhr aufgebrochen, unser Weg führte uns erst wieder an der Autobahn oder an viel befahrenen Straßen (oder manchmal sogar direkt darauf) zwischen Donau und den südlichen Ausläufern des Bayerischen Waldes entlang. Nach einiger Zeit entfernte er sich von großen Straßen und führte dann durch wirklich idyllische Landschaften mit alten Donauarmen und Burgruinen auf den Hügeln und an der Stadt Vilshofen vorbei. Aber alles in Allem war es bis auf ein paar Umleitungen, die aber gut ausgeschildert raten, eine recht ereignislose Fahrt, über die es wenig zu berichten gäbe, wenn da nicht unser heutiger Zielort Passau mit seinen Hotels wäre.

Burgruine Hilgartsberg
Vilshofen
Idyllische Alt-Donau

Diese zweite, vielleicht etwas interessante Geschichte unseres heutigen Tages fing eigentlich schon gestern bei der Planung und der Unterkunftssuche für heute an. Obwohl es in Passau zahllose Hotels gibt, wie wir bei unserem Stadtrundgang am Abend feststellen konnten, waren gestern schon fast alle ausgebucht und mit noch die übrig, die uns eigentlich zu teuer waren, wie zum Beispiel der Dreiflüssehof. Aber nach einigem Hin-und Hergesuche auf unterschiedlichen Web-Seiten haben wir dann doch noch eins gefunden, das zwar nicht direkt im Zentrum, sondern einige Kilometern von ihm entfernt, aber bezahlbar war. Die Buchung klappte dann reibungslos, wenn es auch einen kleinen Schreck gab, als in der Bestätigungsmail plötzlich ein Preis von über 600€ stand, als Endpreis dann aber die beworbenen ungefähr 80€ ausgewiesen waren.

So fuhren wir also wohlgemut mit einer Hotelbuchung in der Tasche nach Passau, wo dann aber die erste Überraschung auf und wartete: Diese Stadt ist nicht nur von drei Flüssen durchflossen, aber auch sehr hügelig, und unser Hotel lag nicht nur etwas außerhalb sondern auch auf einem der Hügel, was bedeutete, dass wir erst noch quasi als Bergankunft 100 Höhenmeter auf höchstens zwei Kilometern Strecke bewältigen mussten.

Völlig außer Atem wartete dann an unserem vermeintlichen Ziel die nächste Überraschung auf uns: Wir hatten zwar ein Zimmer in diesem Hotel gebucht, aber sie hatten gar keines mehr frei. Angeblich hätten wir eine E-Mail bekommen sollen, die uns darüber informieren, dass wir dafür ein Zimmer in einem anderen Hotel bekämen (im schon weiter oben erwähnten Dreiflüssehof!). Diese E-Mail ist aber nie bei uns angekommen, was nicht so schlimm war, da wir das Zimmer ja trotzdem hatten, aber es hätte und die Hälfte des Anstiegs erspart, denn wir sind bei unserer Klettertour tatsächlich an dem Hotel vorbeigekommen.

Wie dem auch sei: Wir fuhren also wieder ein Stück zurück und sind jetzt in den Hotel, das und eigentlich zu teuer war, für den Preis des Hotels, das keine Zimmer mehr hatte.

Den Rest des Nachmittags verbrachten wir dann bei einem ausgiebigen Stadtrundgang durch Passau, eine sehr schöne Stadt mit vielen schönen, bunten, alten Häusern, einem Dom mit einer großen Orgel, einer Burg hoch oben über der Stadt und vielen kleinen Gässchen und natürlich den drei Flüssen, von denen einer eher ein großer Bach ist. Und das Beste kommt zum Schluss: ein leckeres Abendessen in einem syrischen Restaurant.

Impressionen von Passau I
Impressionen von Passau II

Und das allerbeste zum endgültigen Schluss: Unser heutiger Weg von Deggendorf nach Passau.

Start mit Hindernissen

Heute ist und das passiert, was ich schon immer befürchtet habe: Wir holten unsere Räder aus der Garage und wollten unsere Taschen packen, als ich feststellen musste, dass ich einen Platten hatte. Aber da wir ja gut ausgestattet sind, ist das alles kein Problem, dachten wir zumindest: Rad ausgebaut, alter Schlauch raus, neuer Schlauch rein, schnell aufgepumpt,… Doch was ist mit der Luftpumpe los? Als ich sie aus der Tasche zog, fehlte das Unterteil, das ich zwar in der Tasche noch finden konnte, aber nach dem Zusammensetzen, funktionierte sie natürlich nicht mehr so richtig, so dass ich das Rad nur notdürftig aufpumpen konnte. Da es im Hotel auch keine Luftpumpe gab und die anderen Radfahrer*innen alle schon losgefahren waren, begann für uns dann erst einmal eine kleine Odyssee aus der Suche nach der Luftpumpe.

Zuerst versuchten wir es bei einer Autowerkstatt, die zwar nichts hatten, uns aber zu einer Baustofffirma schickten, bei der es eine Tankstelle gab. Auf dem Weg dorthin fahren wir aber einen Rewe, und da wir sowieso noch ein paar Kleinigkeiten für unterwegs einkaufen wollten und es bei unserem Rewe auch ein paar Radsachen gibt, versuchten wir es erst dort. Leider gab es dort keine Luftpumpen, so dass wir es doch mit der Baustofffirma versuchten. An der Tankstelle dort gab es tatsächlich auch Luft für Autoreifen, aber der Anschluss passte natürlich nicht auf die Radventile. Zum Glück fiel mir, kurz bevor wir unverrichteter Dinge wieder abgezogen, noch ein, dass ich Mal einen Adapter hatte, mit dem man Radventile mit Autopumpen aufpumpen konnte. Und zu unseren Glück war der Adapter tatsächlich auch in meiner Tasche. Und damit funktionierte es tatsächlich. Somit konnten wir endlich mit prall gefüllten Reifen und einer Stunde Verspätung in Richtung Deggendorf aufbrechen. Eine Luftpumpe (und einen neuen Ersatzschlauch) haben wir übrigens später in Straubing noch gekauft, damit uns das Gleiche nicht noch einmal passiert.

Der Weg heute führte zwar durch schöne Landschaft an der Südseite des Bayerischen Walds entlang und reizvolle Städte, ging aber oft parallel zur Autobahn oder anderen vielbefahrenen Straßen, und war deswegen nicht ganz so schön zu fahren. Aber die folgenden Bilder geben einen kleinen Eindruck von den Städten auf unsere Strecke (Straubing, Bogen und Deggendorf).

Skyline von Straubing
Rathaus von Straubing
Wallfahrtskirche bei Bogen
Donau zwischen Bogen und Deggendorf
Beate in Aktion
Rathaus von Deggendorf

Am späten Nachmittag trafen wir dann in Deggendorf ein, wo wir in einem Hotel übernachten, das von Kolping betrieben wird, wir auch die ganze Stadt einen sehr katholischen Eindruck macht. Und leider auch einen lauten, da selbst der schönste, zentrale Platz der Stadt eher einer Autorennstrecke als einem Platz zum Wohlfühlen für Menschen gleicht. Unser Hotel ist auch an einer lauten Straße, durch die ständig hoch getunte und laute Autos fahren. Aber eine Nacht werden wir sicherlich überstehen, obwohl die Leute Nacht sich schon nicht so ruhig war, da Wörth ziemlich nah an der Autobahn liegt und sich der ganze Zubringerverkehr durch den Ort quält.

Luitpoldsplatz in Deggendorf

Zu guter Letzt noch ein medizinischer Update: Beate hat in der Nacht wegen ihrer Rückenschmerzen schlecht geschlafen, tagsüber beim Fahren ging es ihr aber gut. Mal sehen wie dieser Nacht wird. Wenn das aber so weiter geht, werden wir dieses Jahr sicherlich nicht weit kommen.

Und wie immer zum Schluss noch unsere heutige Tour: Von Wörth nach Deggendorf