Zurück zuhause/Back at Home

Short English summary: After day 1 of our tour we are back at home. But that was totally planned, because we are still near Heidelberg and could easily travel back home by S-Bahn. Tomorrow we will continue from Mosbach and only return home at the end of our big tour. Today we faced several unplanned and unpleasant issues. First we had to fix Beate’s new bike, then our road was closed due to fallen rocks, which caused some detour of several kilometers, and finally, heavy rainfalls made us completely wet and cold, because of which we ended our today’s stage in Neckargerach instead of Mosbach.

Nein, ihr braucht keine Angst zu haben, alles ist gut, weder habt ihr zwei Monate verschlafen und seit rechtzeitig zu unserer Rückkehr aufgewacht, noch haben wir unser Abenteuer schon nach einem Tag abgebrochen. Aber einiges ist heute doch schon passiert, was, sollte es schlimmer oder öfter passieren, einem die Lust an einem Radurlaub vermiesen kann. Aber dazu später mehr. Jedenfalls sind wir heute fast wie geplant gefahren und am Nachmittag mit der S-Bahn wieder nach Heidelberg zurück gekehrt. Unsere erste Etappe war sozusagen der Prolog zur Tour, ein Probelauf unter realen Bedingungen, um noch einige Dinge auszuprobieren und zu justieren. Außerdem dachten wir, dass wir die Übernachtungskosten sparen können, wenn wir noch im S-Bahn-Bereich von Heidelberg sind. Deshalb wird es morgen erst richtig ernst, ohne Option wieder zurückzukehren (zumindest vorerst).

Aber der Reihe nach. Gestern war, wie schon erwartet, noch einmal ein stressiger Vorbereitungstag: Alles Ausrüstungsgegenstände zusammensuchen, auf die Taschen aufteilen, Karten und Routenpläne herunterladen, letzte Dinge in Heidelberg klären, etc. Aber irgendwann war auch das geschafft und wir konnten beruhigt, aber auch mit etwas gespannter Vorfreude dem heutigen Tag entgegensehen.

Stefans Ausrüstung vor dem Packen
Danach

Tag 1 unserer großen Tour haben wir erst einmal entspannt angehen lassen, lange geschlafen und gemütlich gefrühstückt, bevor wir dann so gegen 11 Uhr losgefahren sind bei bewölktem aber trockenen Himmel. So fuhren wir also erst einmal durch Heidelberg an den Neckar und entfernten uns so langsam von zuhause, fuhren weiter durch längstens bekanntes Gebiet am Neckar entlang, sahen Kleingemünd mit Sadiks Zeltplatz (viele Grüße Sadik, das nächste mal machen wir mal wieder bei dir Halt), die Feste Dilsberg und Neckarsteinnach mit seinen 4 Burgen.

Sadiks Zeltplatz hinter den Bäumen versteck
Dilsberg
Neckarsteinach

Aber kurz vor Neckarsteinach gab es den ersten Zwischenfall: Nach einer Holperstrecke durch den Wald konnte Beate plötzlich mit ihrer supertollen Wundergangschaltung an ihrem neuen Rad nicht mehr schalten. Glücklicherweise stellte es sich, entgegen meiner ersten Befürchtung als leicht und schnell vor Ort zu lösendes Problem heraus. Wobei die Lösung auch gleich Teil der Problemursache war, wie ich vermute. Da ich mich mit der 14-Gang-Rohloff-Schaltung nicht auskenne, haben wir letzte Woche noch einmal im Radladen nachgefragt, was man bei einer Reifenpanne beachten muss, was uns Michael natürlich gerne gleich am Rad demonstriert hat. Insbesondere kann man die Steuerung der Schaltung ganz einfach mit der Hand aufschrauben und abnehmen, wobei Michael wahrscheinlich beim wieder einsetzen nicht fest genug zugeschraubt hat, weswegen sie sich dann bei der ersten Hoppelstrecke gelockert hat und abgefallen ist. Aber dank der Demonstration wusste ich, was zu tun ist, und konnte das Problem schnell heilen. Leider nicht ganz richtig, denn ein paar Kilometer später stellte Beate fest, dass sie plötzlich ganz schnell im 14. Gang ist, der aber tatsächlich erst der 9. Gang war, da die Steuerung falsch aufgesetzt war.

Aber auch das war schnell zu korrigieren, so dass wir frohgemut einige wenige Kilometer weiter fahren konnte, bis plötzlich eine Absperrung uns den Weg versperrte mit einem bedrohlichen Hinweis auf Lebensgefahr wegen Steinschlag und der Empfehlung zur Weiterfahrt die Neckarseite zu wechseln. Leider war die letzte Brücke vor drei Kilometern gewesen, so dass wir diese also wieder zurückfahren mussten.

Ende der Durchfahrt

Aber damit der unangenehmen Ereignisse nicht genug: Kaum waren wir wieder auf unserem geplanten Weg, konnte man beim Rückschauen dunkle Regenwolken erkennen, die uns bald einholten und mit einem heftigen Regen übergossen. Zuerst dachten (oder hofften) wir, dass es sicher nur ein kurzer Schauer ist, der bald zu Ende sein wird. Nachdem es aber immer stärker regnete, suchten wir erst einmal unter einem Baum notdürftigen Schutz, den wir aber, sobald es etwas nachließ, wieder verließen. Leider war das etwas verfrüht und wir wurden immer nässer, bis wir in Eberbach endlich unter einer Brücke etwas besseren Schutz fanden und dort solange warteten, bis es wirklich kaum noch regnete. Nur waren wir bis dahin schon so nass und ausgekühlt, dass wir nur noch bis Neckargerach statt bis Mosbach, wie ursprünglich geplant, fuhren, um dort mit der S-Bahn wieder nach Hause zurückzufahren, was aber, wie schon gesagt, geplant war. Dort haben wir uns erstmal getrocknet und aufgewärmt und jetzt die letzten Sachen gepackt und Edina und Sanja noch einmal letzte Anweisungen für die nächsten zwei Monate gegeben.

Regen im Anmarsch

Morgen geht es dann richtig los und wir werden erst wieder in knapp zwei Monaten zu Hause sein. Wir hoffen, dass dieser Prolog mit Radschaden (wenn auch klein), gesperrter Strecke und damit verbundenem eher kleinen Umweg und leider großem Regen keine Blaupause für die nächste Zeit war, sondern eher die missglückte Generalprobe vor der großen, erfolgreichen Aufführung.

Wie immer gibt es hier die heutige Etappe als Komoottour.

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