Schock am Morgen

Normalerweise hätte ich heute von unserer tollen Fahrt durch die Wachau geschrieben, von dem wunderbaren Wetter, von den malerischen Dörfern in einer von saftigem Grün erfüllten Landschaft mit Obstbäumen und Weinreben, bewaldeten Hügel und einen sanft dahin fließenden Fluss mittendrin, von all den Bürgern Burgen, Klöstern, Schlössern und Wehrkirchen, am denen wir vorbeigefahren sind oder die wir von weitem gesehen haben, teils weit oben auf Felsen, teils direkt am Weg. Oder ich hätte von dem prachtvollen Stift Melk erzählt, das auf einem Hügel über der Donau thront und auch von unten einem atemberaubenden Anblick bietet. Oder ich würde schwärmen von der quirligen Altstadt von Krems mit ihren Kirchen und alten Häusern und engen Gassen.

Stift Melk
Wehrkirche in Weißenkirchen
Burgruine hoch auf einem Felsen
Landschaft in der Wachau
Gasse in Dürnstein
Stadttor von Dürnstein

Stattdessen muss ich aber – wir schon in der Überschrift angedeutet – über ein anderes Ereignis berichten, das den ganzen Tag überschattet hat und unsere Freude über die phantastische Etappe doch sehr getrübt hat.

Der Tag begann jedoch noch sehr schön. Im Gegensatz zu gestern war der Himmel heute morgen schon wieder strahlend blau und es besprech ein schöner Tag zu werden. Nach einem familiären Frühstück in der Pension, brachen wir frohen Mutes und hoch motiviert auf und fuhren gemütlich, über alles mögliche plaudernd an der Donau entlang, als ich plötzlich bemerkte, dass wir rechts abbiegen mussten, und ich deswegen instinktiv nach rechts lenkte. Unglücklicherweise fuhr ich links neben Beate und sie sah das Wegzeichen nicht, weswegen sie einfach gerade aus weiterfuhr, so dass ich sie von der Seite rammte und damit zu Fall brachte. Beate stürzte und schrie vor Schmerzen und blieb erst einmal liegen. In diesem Moment dachte ich, sie hat sich bestimmt etwas gebrochen und damit ist der Urlaub zu Ende. Nachdem der erste Schock überwunden war, konnte sie aber wieder aufstehen und, nach einer kurzen Ruhepause wieder weiterfahren. Aber sie hat nun einen riesigen blauen Fleck am linken Oberschenkel und sich die linke Hand bereitet ihr Schmerzen, und insgesamt hat sie der Unfall doch sehr mitgenommen. Sie konnte heute nur recht langsam fahren und fühlte sich insgesamt sehr schlapp und müde. Vor allem das langsame Fahren hat mich dann auch angestrengt.

Aber allen widrigen Umständen zum Trotz sind wir heute radelnd in Krems angekommen, wo wir noch einen schönen Stadtbummel machten und zu Abend aßen. Beim Abendessen machten wir aber schon Alternativpläne für morgen. Von Krems kann man auch mit dem Zug nach Wien fahren und, wenn es Beate morgen nicht besser geht, wird sie vielleicht den Zug nehmen und ich die letzte Etappe alleine fahren. Oder sie wird bis Tulln radfahren und dort in den Zug steigen.

Impressionen von Krems

Und hier noch unsere Tour zum Nachfahren (aber bitte ohne Unfall): Von Ybbs nach Dürnstein und von Dürnstein nach Krems

2 Gedanken zu “Schock am Morgen

  1. Avatar von Dirk Boller Dirk Boller

    Hallo,Ihr Lieben,
    wir fühlen mit Beate und hoffen,dass ihr euere Radfahrt noch einigermaßen zu Ende bringen
    könnt und die Schmerzen bei Beate einigermaßen erträglich sind.Trotz allem eine gute Weiterfahrt!
    Mama und Papa

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  2. Avatar von Margot Margot

    Hallo Ihr zwei, ich hoffe Beate hat ihren Sturz einigermaßen überstanden und kann heute die Tour fortsetzen. Es wäre doch schade, wenn sie das Ziel per Zug erreichen müsste. Alle guten Wünsche für Euch und eine schöne Weiterfahrt hoffentlich ohne Stürze und Schmerzen. Herzlichst Margot

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