Kurz vor Passau habe ich mir schon überlegt, was ich über unsere heutige Tour schreiben könnte. Soviel ist mir dabei nicht eingefallen: Wir sind ohne Probleme wie geplant um kurz nach 10 Uhr aufgebrochen, unser Weg führte uns erst wieder an der Autobahn oder an viel befahrenen Straßen (oder manchmal sogar direkt darauf) zwischen Donau und den südlichen Ausläufern des Bayerischen Waldes entlang. Nach einiger Zeit entfernte er sich von großen Straßen und führte dann durch wirklich idyllische Landschaften mit alten Donauarmen und Burgruinen auf den Hügeln und an der Stadt Vilshofen vorbei. Aber alles in Allem war es bis auf ein paar Umleitungen, die aber gut ausgeschildert raten, eine recht ereignislose Fahrt, über die es wenig zu berichten gäbe, wenn da nicht unser heutiger Zielort Passau mit seinen Hotels wäre.



Diese zweite, vielleicht etwas interessante Geschichte unseres heutigen Tages fing eigentlich schon gestern bei der Planung und der Unterkunftssuche für heute an. Obwohl es in Passau zahllose Hotels gibt, wie wir bei unserem Stadtrundgang am Abend feststellen konnten, waren gestern schon fast alle ausgebucht und mit noch die übrig, die uns eigentlich zu teuer waren, wie zum Beispiel der Dreiflüssehof. Aber nach einigem Hin-und Hergesuche auf unterschiedlichen Web-Seiten haben wir dann doch noch eins gefunden, das zwar nicht direkt im Zentrum, sondern einige Kilometern von ihm entfernt, aber bezahlbar war. Die Buchung klappte dann reibungslos, wenn es auch einen kleinen Schreck gab, als in der Bestätigungsmail plötzlich ein Preis von über 600€ stand, als Endpreis dann aber die beworbenen ungefähr 80€ ausgewiesen waren.
So fuhren wir also wohlgemut mit einer Hotelbuchung in der Tasche nach Passau, wo dann aber die erste Überraschung auf und wartete: Diese Stadt ist nicht nur von drei Flüssen durchflossen, aber auch sehr hügelig, und unser Hotel lag nicht nur etwas außerhalb sondern auch auf einem der Hügel, was bedeutete, dass wir erst noch quasi als Bergankunft 100 Höhenmeter auf höchstens zwei Kilometern Strecke bewältigen mussten.
Völlig außer Atem wartete dann an unserem vermeintlichen Ziel die nächste Überraschung auf uns: Wir hatten zwar ein Zimmer in diesem Hotel gebucht, aber sie hatten gar keines mehr frei. Angeblich hätten wir eine E-Mail bekommen sollen, die uns darüber informieren, dass wir dafür ein Zimmer in einem anderen Hotel bekämen (im schon weiter oben erwähnten Dreiflüssehof!). Diese E-Mail ist aber nie bei uns angekommen, was nicht so schlimm war, da wir das Zimmer ja trotzdem hatten, aber es hätte und die Hälfte des Anstiegs erspart, denn wir sind bei unserer Klettertour tatsächlich an dem Hotel vorbeigekommen.
Wie dem auch sei: Wir fuhren also wieder ein Stück zurück und sind jetzt in den Hotel, das und eigentlich zu teuer war, für den Preis des Hotels, das keine Zimmer mehr hatte.
Den Rest des Nachmittags verbrachten wir dann bei einem ausgiebigen Stadtrundgang durch Passau, eine sehr schöne Stadt mit vielen schönen, bunten, alten Häusern, einem Dom mit einer großen Orgel, einer Burg hoch oben über der Stadt und vielen kleinen Gässchen und natürlich den drei Flüssen, von denen einer eher ein großer Bach ist. Und das Beste kommt zum Schluss: ein leckeres Abendessen in einem syrischen Restaurant.


Und das allerbeste zum endgültigen Schluss: Unser heutiger Weg von Deggendorf nach Passau.
Als ich die Überschrift las, dachte ich im ersten Moment: oh nein, der Decki geht es schlechter und es ist Schluss mit Fahrradfahren. Aber während ich Jens die unglaubliche Geschichte vorlas, verstand ich die Überschrift. Dann habt ihr, verdient!!!, fürstlich genächtigt und tretet jetzt schon wieder fleißig in die Pedale. Einen schönen sonnigen Sonntag für Euch !☀️
LikeLike