Start mit Hindernissen

Heute ist und das passiert, was ich schon immer befürchtet habe: Wir holten unsere Räder aus der Garage und wollten unsere Taschen packen, als ich feststellen musste, dass ich einen Platten hatte. Aber da wir ja gut ausgestattet sind, ist das alles kein Problem, dachten wir zumindest: Rad ausgebaut, alter Schlauch raus, neuer Schlauch rein, schnell aufgepumpt,… Doch was ist mit der Luftpumpe los? Als ich sie aus der Tasche zog, fehlte das Unterteil, das ich zwar in der Tasche noch finden konnte, aber nach dem Zusammensetzen, funktionierte sie natürlich nicht mehr so richtig, so dass ich das Rad nur notdürftig aufpumpen konnte. Da es im Hotel auch keine Luftpumpe gab und die anderen Radfahrer*innen alle schon losgefahren waren, begann für uns dann erst einmal eine kleine Odyssee aus der Suche nach der Luftpumpe.

Zuerst versuchten wir es bei einer Autowerkstatt, die zwar nichts hatten, uns aber zu einer Baustofffirma schickten, bei der es eine Tankstelle gab. Auf dem Weg dorthin fahren wir aber einen Rewe, und da wir sowieso noch ein paar Kleinigkeiten für unterwegs einkaufen wollten und es bei unserem Rewe auch ein paar Radsachen gibt, versuchten wir es erst dort. Leider gab es dort keine Luftpumpen, so dass wir es doch mit der Baustofffirma versuchten. An der Tankstelle dort gab es tatsächlich auch Luft für Autoreifen, aber der Anschluss passte natürlich nicht auf die Radventile. Zum Glück fiel mir, kurz bevor wir unverrichteter Dinge wieder abgezogen, noch ein, dass ich Mal einen Adapter hatte, mit dem man Radventile mit Autopumpen aufpumpen konnte. Und zu unseren Glück war der Adapter tatsächlich auch in meiner Tasche. Und damit funktionierte es tatsächlich. Somit konnten wir endlich mit prall gefüllten Reifen und einer Stunde Verspätung in Richtung Deggendorf aufbrechen. Eine Luftpumpe (und einen neuen Ersatzschlauch) haben wir übrigens später in Straubing noch gekauft, damit uns das Gleiche nicht noch einmal passiert.

Der Weg heute führte zwar durch schöne Landschaft an der Südseite des Bayerischen Walds entlang und reizvolle Städte, ging aber oft parallel zur Autobahn oder anderen vielbefahrenen Straßen, und war deswegen nicht ganz so schön zu fahren. Aber die folgenden Bilder geben einen kleinen Eindruck von den Städten auf unsere Strecke (Straubing, Bogen und Deggendorf).

Skyline von Straubing
Rathaus von Straubing
Wallfahrtskirche bei Bogen
Donau zwischen Bogen und Deggendorf
Beate in Aktion
Rathaus von Deggendorf

Am späten Nachmittag trafen wir dann in Deggendorf ein, wo wir in einem Hotel übernachten, das von Kolping betrieben wird, wir auch die ganze Stadt einen sehr katholischen Eindruck macht. Und leider auch einen lauten, da selbst der schönste, zentrale Platz der Stadt eher einer Autorennstrecke als einem Platz zum Wohlfühlen für Menschen gleicht. Unser Hotel ist auch an einer lauten Straße, durch die ständig hoch getunte und laute Autos fahren. Aber eine Nacht werden wir sicherlich überstehen, obwohl die Leute Nacht sich schon nicht so ruhig war, da Wörth ziemlich nah an der Autobahn liegt und sich der ganze Zubringerverkehr durch den Ort quält.

Luitpoldsplatz in Deggendorf

Zu guter Letzt noch ein medizinischer Update: Beate hat in der Nacht wegen ihrer Rückenschmerzen schlecht geschlafen, tagsüber beim Fahren ging es ihr aber gut. Mal sehen wie dieser Nacht wird. Wenn das aber so weiter geht, werden wir dieses Jahr sicherlich nicht weit kommen.

Und wie immer zum Schluss noch unsere heutige Tour: Von Wörth nach Deggendorf

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