Heute fange ich mit dem Ende unserer Tour an. In den letzten Tagen gab es nämlich heftige Diskussionen, wie lange wir eigentlich noch fahren wollen. Ursprünglich war geplant, insgesamt 10 Tage, also bis Montag, zu fahren, so dass wir bei ungefähr 60-65km an Tag bis nach Passau gekommen wären. Sanja hat aber so langsam genug und plädierte daher dafür schon am Samstag zurückzufahren, so dass wir nur bis Regensburg kommen würden. Nach langen Diskussionen konnten wir aber Sanja mit vielen Versprechungen davon überzeugen, doch bis Passau fahren zu wollen. Leider haben wir die Rechnung ohne die Deutsche Bahn gemacht. In Ingolstadt haben wir extra einen kleinen Umweg über den Hauptbahnhof gemacht, um noch Fahrradreservierungen von Passau nach Heidelberg zu besorgen. Aber für den ganzen Montag gibt es keine freien Plätze mehr, und für Sonntag und Samstag auch nicht. Müssen wir jetzt also unendlich mit den Fahrrad weiterfahren? Natürlich nicht, wir haben uns entschieden, nur bis Regensburg zu fahren, wo wir entweder morgen Abend oder am Samstag morgen ankommen werden und dann mit dem Nahverkehr zurückzufahren, wo man keine Reservierung braucht.
Aber diese ganze Geschichte ist ein Beispiel dafür, wie Scheitern oder unvorhergesehene Probleme neue Perspektiven und Möglichkeiten eröffnen können. Da wir mit dem Nahverkehr sowieso über Nürnberg fahren müssen und wir ja noch ein bisschen Zeit haben, haben wir beschlossen am Samstag noch Beates Schwester in Röthenbach zu besuchen und erst Sonntag nach Hause zu fahren.
Jetzt aber zu den Erlebnissen und Sehenswürdigkeiten unseres heutigen Tages. An Straßen lagen heute Neuburg, Ingolstadt und Vohburg, wo wir jetzt gerade im Hotel sind und Fußball glotzen.
Heute haben wir wieder etwas mehr Donau gesehen und sind stellenweise durch schöne Natur gefahren und, es fast das Beste war: heute hatten wir durchgehend schönes Wetter.

In Neuburg haben wir nicht lange angehalten, sondern nur ein paar Bilder des dortigen Schloss gemacht:

Der Weg von Neuburg nach Ingolstadt ging dann wieder eher weiter von der Donau entfernt über Wiesen, Felder und Auenlandschaft, gelegentlich unterbrochen von ein paar kleineren Land- oder Jagdschlössern.

In Ingolstadt haben wir auch bis auf den eingangs erwähnten erfolglosen Stopp an Bahnhof nicht weiter angehalten und sind bis Vohburg durchgefahren, ein schönes Städtchen mit einer Burg und einer historischen Altstadt.

Morgen werden wir voraussichtlich das erste Stück unserer Tour mit einem anderen Verkehrsmittel als den Tag zurücklegen. Wir wollen nämlich mit dem Schiff von Weltenburg nach Kelheim fahren, um so den Donaudurchbruch richtig sehen zu können.
Zum Abschluss wieder unsere jetzige Etappe zum Nachfahren: