Wasser wohin man schaut

Was der Wetterbericht gestern versprochen hat, hat er leider gehalten. Heute sind wir eigentlich den ganzen Tag durch strömenden Regen gefahren. Schon beim Frühstück konnten wir den Ausblick auf herunterfallendes Wasser genießen. Leider mussten wir dann aber doch irgendwann einmal raus und losfahren.

Im Gegensatz zur Tour gestern, die im Wesentlichen durch die Donauauen auf Flussniveau entlang führte, lag heute der anspruchsvollste Abschnitt mit ständigem Auf und Ab vor uns. Auf der heutigen Etappe floss die Donau eng begrenzt von den Felshängen der südlichen Schwäbischen Alb, so dass wenig Platz für einen Weg im Tal bleibt, weshalb wir immer wieder Steigungen hoch und wieder runter fahren mussten. Aber insgesamt waren es natürlich keine langen Anstiege, dafür aber recht viele.

Landschaftlich war aber auch dieser Teil sehr reizvoll. Und im Unterschied zu gestern säumten unseren Weg auch viele Burgen und Klöster. Bei schönem Wetter wäre das alles natürlich noch viel schöner gewesen. Und obwohl es viel zu sehen gab, haben wir ziemlich selten angehalten und deswegen auch nur wenige Bilder gemacht. Nicht einmal am Kloster Beuron, das Beate ursprüngliche unbedingt sehen wollte, haben wir länger gestoppt, als die ein Bild nötig gewesen war.

Kloster Beuron im Nebel

Irgendwann waren wir trotz Regenkleidung so kalt und durchnässt, dass die Stimmung schneller in den Keller ging als die Donau hier fließt. Apropos Regenkleidung: an Freitag habe ich mir in Heidelberg extra noch Regenüberschuhe gekauft, als ich sie heute aber abziehen wollte, musste ich feststellen, dass in der Packung zwei verschieden Größen waren, ein linker Schuh mit Größe 36-39 und ein rechter mit Größe 44-46. So waren sie leider komplett unbrauchbar; wenn es wenigstens zwei mit der gleichen Größe gewesen wären, hätten Beate oder Sanja sie benutzen können, aber so konnte sie keiner benutzen. Entsprechend hatten wir dann, als wir am Mittag in Sigmaringen ankamen, alle das Wasser in den Schuhen stehen.

Das Hohenzollernschloss Sigmaringen

Auch in Sigmaringen statteten wir dem Schloss keinen Besuch ab, sondern einem indischen Restaurant, in dem wir unsere triefenden Jacken und Hosen abtropfen ließen, uns mit mehreren indischen Tees etwas aufwärmten und natürlich Mittag aßen.

Nach dem Mittagessen brachen wir dann frisch gestärkt, etwas angetrocknet und aufgetaut zum letzten Drittel unseres Weges auf. Mittlerweile hatte der Regen auch etwas nachgelassen, später sollte er sogar ganz aufhören. Leider war die Landschaft dann nicht mehr ganz so interessant. Unser Quartier haben wir uns heute in Herbertingen genommen, von wo wir dann morgen an Beates Geburtstag auch wieder starten werden.

Nachdem gestern die Technik versagt hat, gibt es heute gleich zwei Tracks zum nachfahren: Den ersten von und den zweiten :

Von Sigmaringen nach Herbertingen

Von Fridingen nach Sigmaringen

Ein Gedanke zu “Wasser wohin man schaut

  1. Avatar von Cordula Ernst Cordula Ernst

    Happy Birthday Decki!🎁💐🥂
    Ich wünsche Euch eine trockene Fahrt heute! Bei der Schuhgeschichte musste ich schmunzeln- Stefan, Du hast einfach kein Glück mit Schuhen! Gute Fahrt!

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