Nach der etwas zähen Tour gestern ging es heute wieder viel besser voran, zumindest in der ersten Hälfte des Tages und das, obwohl das Wetter heute noch weniger unser Freund war als gestern. Dabei sah es heute morgen, nachdem wir aufgewacht waren, erst ziemlich gut aus: strahlender Sonnenschein und blauer Himmel. Aber noch bevor wir richtig aufgestanden waren, regnete es schon wieder in Strömen.
Nach einem ausgiebigen Frühstück und dem hektischen Versuch noch eine Unterkunft für heute Nacht zu buchen (leider ging das etwas schief, da ich an verschiedene Bed-and-Breakfast-Häuser Anfragen verschickt habe und dem ersten zugesagt habe, wobei ein zweites mich mehrmals versucht hat anzurufen, um eine Bestätigung von mir zu bekommen, ich aber meine Nummer falsch eingegeben habe und sie mich deshalb nicht erreichten, so dass ich erst am Mittag mit einer E-Mail absagen konnte, was sie ziemlich sauer gemacht hat) fuhren wir heute etwas später als sonst erst um 11 Uhr los. Und das, obwohl heute eine besonders lange Tour von über 80km auf dem Plan stand. Leider regnete es immer noch (ist schon wieder, ich weiß es nicht mehr so genau).
Beim Rausfahren aus Arnhem haben wir uns gleich das erste Mal heute verfahren, und das, obwohl ich diesmal die GPS-Tracks aus unserem Radführer genommen habe, die näher am ausgeschilderten Weg sind als die Komoot-Touren. Aber Herde heute am Anfang führten sie uns auf einen anderen Weg, aber irgendwann kamen wir dann auf die offizielle Rhijnfietsroute.
Irgendwann Höhe dann der Regen auf, so dass wir zügig weiterfahren konnten. Aber wenn es damit bezüglich des Regens genug gewesen wäre, wäre es ja langweilig gewesen. Irgendwann wurde der Himmel schwarz und eine wahre Sintflut weiß sich über uns. Zum Glück konnten wir uns unterstellen, so dass weder der Regen noch das dazugehörige Gewitter und etwas anhaben konnten. Kurioserweise lag just an den Ort, an dem wir Schutz suchten, die Arche Noah vor Anker.

Nachdem dieses Gewitter (das erste für uns an diesem Tag) überstanden war, ging es weiter in den Nationalpark „De Utrechtse Heuvelrug“. Das war ein sehr schöner Abschnitt durch Wald und überraschend hügelig, wie überhaupt unsere heutige Etappe viel abwechslungsreicher als gestern war. Es ging nicht nur den Deich hoch und wieder runter, sondern durch Wälder, interessante Orte und auch an Deichen entlang.

In Amerongen erteilte uns dann unser zweites Gewitter heute. Diesmal war eine profane Bushaltestelle unsere Rettung. Diesmal regnete es noch heftiger als beim ersten, aber auch dieses Gewitter ging vorbei. Beim dritten Gewitter hatten wir dann Glück, wir erwischten nämlich nur seine Ausläufer und fuhren sonst einfach um es herum. Und da wenig Schlechtes ganz und gar schlecht ist, sondern oft im Schlechten auch etwas Gutes oder Schönes steckt, so ist schlechtes Wetter nicht immer nur schlecht, sondern hat auch schöne Seiten und belohnte und noch mit einem Regenbogen.

Müde und erschöpft aber weitgehend trocken kamen wir heute Abend in unserem Nachtquartier, einem Obstbauernhof mit kleinem Laden und ein paar Bed-and-Breakfast-Zimmern an. Leider (oder zum Glück) haben wir nicht viel Platz in unseren Taschen, so dass wir nichts von all den leckeren Sachen kaufen können, die es in den Laden gibt. Aber zum Abendessen haben wir wenigstens eine Flasche Apfelsaft aus hiesigen Apfel getrunken. Der war sehr lecker.
Beate schläft schon längst und so werde auch ich jetzt endlich schlafen gehen, damit ich morgen fit für unsere vorletzte Etappe nach Dordrecht bin. Zum Schluss noch der Link zur heutigen Tour: Arnhem-Tricht