Ruhr und Rhein

Wir schon vorgestern angekündigt, hab es gestern keinen Bericht, da wir in Schwerte bei Cordula und Jens wieder am Abend so lange zusammen saßen, das wir zu müde ersten, danach noch etwas aufzuschreiben. Deshalb heute unsere Erlebnisse von zwei Tagen, auch wenn ich wieder ziemlich müde bin. Aber es ist erst kurz nach 22 Uhr, vielleicht schaffe ich es fertig zu werden bevor ich einschlafe.

Gestern starteten wir also unseren Abstecher an die Ruhr. In unserer Navigationsapp lief der Ruhrtalradweg unter dem Motto „Zwischen Idylle und Industriekultur“, wobei der Teil, den wir gestern befahren haben eher der Idylle zuzurechnen war. Und dabei meine ich nicht Industrieidylle, sondern die Idylle einer naturnahen Landschaft mitten in einer der dichtbesiedelsten Regionen Europas, die über ein Jahrhundert von der Schwerindustrie geprägt war. Obwohl wir durch solche Großstädte wie Essen, Bochum und Dortmund fuhren (oder besser an ihrem Rand entlang), sahen wir hauptsächlich Natur bzw. teilweise auch die von der Natur wieder zurückeroberten Reste Alter Industrie, wie z.B. alte Bahnstrecken oder Zechen.

An der Ruhr

Schön war auch, dass sich die Ruhr immer mal wieder zu Seen weitete und damit Abwechslung brachte. Sogar Burgen bzw. Ruinen waren zu sehen.

Die Ruine von Burg Hardenstein

Ein großer Teil des Weges führte übrigens auf dem historischen Leinpfad entlang, auf dem in früheren Jahrhunderten Pferde die motorlosen Kohleschiffe flussaufwärts zogen. An einer Stelle ist sogar noch die historische Pflasterung erhalten, auf der man zwar nicht Rad fahren konnte, aber sie sich zumindest anschauen konnte.

Historischer Leinpfad

Heute fahren übrigens, im Gegensatz zum Rhein, auf diesem Abschnitt der Ruhr keine Güterschiffe mehr, Stunden hauptsächlich Paddelboote und eine Fähre, die wir auch genutzt haben.

Paddelboot auf der Ruhr

Ein besonderer Höhepunkt war das Naturschutzgebiet „Ruhraue“, in dem wir einen Bieber beobachten konnten.

Bieber auf dem Weg zum Fluss

In Schwerte angekommen fuhren wir zu Cordula und Jens, wo wir ausgiebig plauderten und einen schönen Grillabend verlebten.

In Schwerte bzw. dessen Stadtteil Villigst starteten wir heute zu einer kurzen fährt zum Bahnhof von Schwerte, von wo aus wir mit dem Zug über Dortmund nach Duisburg fuhren, um von dort wieder zum Rhein zu kommen.

Aber bevor wir am den Rhein kamen, wollten wir dich noch etwas Industriekultur schnuppern und fuhren deshalb erst wieder zur Ruhr, um ihr bis zu ihrer Mündung in den Rhein zu folgen.

Mündung der Ruhr in den Rhein in Duisburg

Zurück am Rhein wandelte sich die Landschaft doch deutlich. Der Niederrhein fließt durch flaches Land, abgesehen von ein paar Kraftwerken kaum noch Industrie, viel Viehweiden und Naturschutzgebiete und überhaupt kaum noch Städte und Dörfer.

Schafweide an einer ehemaligen Eisenbahnbrücke bei Wesel

An einer Stelle dachte ich, das wie uns ziemlich Verfahren hatten. Es tauchte nämlich plötzlich ein Wegweiser in die Alpen in 7,5 km auf.

Abkürzung in die Alpen

Das Ziel unserer heutigen Tour war Xanten, einer Stadt, die schon von den Römern besiedelt war, aus der Siegfried und der hl. Norbert stammen, die einen Dom und viele gotische Häuser und ein paar alte Stadtmauer-Türme hat.

Der Dom von Xanten

Besonders sehenswert fanden wir die in Betrieb befindliche Windmühle, die auf einem alten Stadtmauer-Turm errichtet wurde.

Windmühle (links) und gotisches Haus (rechts in der Mitte)

Den Tag ließen wir dann bei einem leckeren Abendessen in einem vegetarischen Restaurant ausklingen.

Xanten

Ein Gedanke zu “Ruhr und Rhein

  1. Avatar von Cordula Ernst Cordula Ernst

    Habe gerade alles nachgelesen! Das klingt alles soooo gut! Dann habe ich wieder spannende Lektüre, um Jens vorzulesen, so wie schon früher in Schlegel oder zu seiner Abiturzeit!🤓😎Wir waren auch erstaunt, wie grün der Pott sein kann, als wir ihn zum ersten Mal mit den Rädern erkundeten. Klärchen🌞meint es ja gut mit Euch! Lg Cordula

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