Industrie und Natur

Obwohl ich (Stefan) heute sehr müde bin, schreibe ich trotzdem wenigstens ein paar Zeilen. Heute aus Essen, das User nicht an Rhein Stunden am der Ruhr liegt, da wir morgen einen Abstecher auf dem Ruhrtal-Weg machen wollen, um unsere Rückfahrt-Tickets in Schwerte abzuholen und natürlich, um Cordula und Jens dort zu besuchen.

Aber nun der Reihe nach. Während wir die letzten Tage seit Ingelheim, wo wir am ersten Tag von der rechten Rheinseite auf die linke gewechselt sind, immer linksrheinisch unterwegs waren – mit Ausnahme unseres Besuch bei Carola und Dirk, die auch auf der rechten Rheinseite wohnen – haben wir heute mehrmals die Seiten gewechselt. Das erste Mal heute morgen gleich am Anfang, um einen großen petrochemischen Komplex zu vermeiden, den wir sonst großräumig hatten umfahren müssen. So sind wir also auf der rechten Seite an Köln vorbei gefahren, so dass wir einen schönen Blick auf die Altstadt hatten.

Blick auf Köln von der rechten Rheinseite

In Köln wechselten wir aber dann wieder die Rheinseite, da wir noch durch Zons, eine mittelalterliche Stadt, die wiederum auf der linken Seite liegt, fahren wollten. Besonderes interessant fand ich dort die historische Windmühle, die in die Stadtmauer integriert wurde.

Historische Windmühle von Zons

Der Weg nach Zons war wir eine Führung durch die deutsche Industrie. Nach dem Kölner Containerhafen und verschiedenen Kraftwerken fuhren wir durch die Fordwerke, sahen am anderen Rheinufer Bayer in Leverkusen und fuhren an weiteren Chemie-Anlagen in Köln und Dormagen vorbei, um nur ein paar zu nennen. Dabei wurde und bewusst, dass der Rhein nicht nur eine wichtige Verkehrsader ist, sondern auch eine industrielle Lebensader mit vielen begründen Betrieben. Trotzdem gab es auch immer wieder Natur und grüne Landschaften zu sehen.

Blick von der Fähre bei Zons

Im Gegensatz zu den vorherigen Tagen hatten wir heute immer mal wieder Probleme unserem Weg zu finden. Ich weiß nicht, ob es an der Beschilderung liegt, oder einfach daran, dass der Rhein hier nicht mehr so in sein Tal eingezwängt ist und es deswegen mehr Wege gibt, auf die man achten muss. Verwirrend ist jedenfalls, dass der Rheinweg auf beiden Seiten des Rheines markiert ist und deswegen bei jeder Brücke oder Fähre zwei Richtungen ausgeschildert sind: einmal, wenn man auf der gleichen Seite bleiben will und einmal, wenn man die Seite erhältlich will, was aber nicht immer klar ist.

Besonders auf dem Weg nach Düsseldorf, wo es wohl auch noch mehrere Varianten gibt, von denen wir (hauptsächlich Stefan) nicht die nehmen wollten, die direkt durch die städtischen Vororte entlang großer Straßen ins Zentrum führt, sondern die, die am Rhein entlang naturnah und auf einem Bogen nach Düsseldorf bringen sollte, haben wir uns öfter begannen, was besonders, da wir schon fast 70km in den Beinen hatten und es immer mal wieder zu regnen drohte, etwas nervig war.

Am Ende kamen wir aber doch in Düsseldorf in der Stadtmitte an, wo wir zum Hauptbahnhof fuhren, um noch mit dem Zug nach Essen zu fahren, von wo wir morgen zu unserem Ruhrabstecher aufbrechen wollen.

Skyline von Düsseldorf

Der Bahnhof war übrigens richtig voll, da heute Abend wohl Borussia Dortmund gegen Uerdingen in Düsseldorf gespielt hat. Aber irgendwie haben wir uns mit unseren vollgepackten trafen durch die Menschenmassen und die zu kleinen Aufzüge gekämpft.

Soviel für heute. Ob wir morgen zum Aufschreiben eines Artikels kommen werden, weiß ich noch nicht. Falls nicht, habt bitte Geduld und wartet bis Sonntag. Zum Abschluss noch unsere beiden Tour-Abschnitte von heute: Widdig-Leverkusen, Leverkusen-Düsseldorf.

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